Adventskalender, Mittwoch, 14. Dezember

Auf Basis schierer, aber gründlicher Empirie würde ich behaupten: Der überwiegende Teil von Schrift im öffentlichen Raum ist Werbung. Auf diese wollte ich in meinem Adventskalender prinzipiell verzichten, denn den Konsum vor Weihnachten noch anzuheizen, scheint mir einfach nicht nötig. Zum anderen ist es auch so, dass Werbetexte in der Regel aus der Feder von Professionellen stammen. Deshalb ist es nicht allzu überraschend, wenn sie witzig, aufrüttelnd, verstörend oder sonst wie bemerkenswert sind. Gleichwohl kann ich originellen Werbebotschaften durchaus etwas abgewinnen. Erst heute hat mich zum Beispiel die Sparkasse Köln/Bonn kurz stutzen lassen, die auf einem Plakat in großen Lettern mit dem „Größten Kohlevorkommen im Rheinland“ prahlte. Aber besser noch als dieser Slogan hat mir im Sommer ein anderer gefallen, den ich bei der Rast an einer Tankstelle erblickte. Er nötigt mir vor allem auch deshalb Respekt ab, weil es einem das anzupreisende Produkt nicht unbedingt leicht macht, in gefälliger Form sein Hohelied zu singen. Aber ich finde, die Aufgabe wurde mit Bravour gelöst:

In dulci jubilo, nun singet und seid froh: Morgen ist schon Dönerstag.

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